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Verschub der neuen Bahnüberführung in Oestrich

 
Vom 05. April 2013
Nachdem die Arbeiten für den Neubau der Bahnüberführung „Obere Bein“ bereits seit dem vergangenen Jahr mit Tiefbauarbeiten und dem Herstellen des Tunnelbauwerkes außerhalb des Bahnkörpers begonnen haben, wurde am Osterwochenende 2013 nun die Bahnstrecke gesperrt, um das Tunnelbauwerk an seinen endgültigen Ort zu verschieben. Hierzu wurde zunächst der Bahnkörper samt Gleisen in diesem Bereich zurückgebaut und mit enormen Maschineneinsatz eine gigantische Erdbewegung vorgenommen.
Am Abend des Ostersamstages, dem 30.03.2013, war es dann zwischen 20 und 22 Uhr soweit: Mit hydraulischen Pressen wurde das gesamte Betonbauwerk von seinem Herstellungsort parallel des Bahnkörpers in die vorbereitete „Baugrube“ verschoben.
Die wesentlichen Verschiebetakte wurden von der Feuerwehr Oestrich aus der Vogelperspektive beobachtet und mittels Fotos dokumentiert, um allen Interessierten der Bevölkerung dieses Ereignis in diesen außergewöhnlichen Bilder darstellen zu können.

Vor Beginn der Verschiebearbeiten liegt das Bauwerk außerhalb des Bahnkörpers, alle Vorbereitungen für die bevorstehende Verschiebung werden getroffen.


Um ca. 20:45 Uhr beginnt der Vorschub des Bauwerks unter Beobachtung der am Bau Beteiligten sowie interessierten Anwohnern.


Anhand der freiliegenden Folie unterhalb des Bauwerkes und dem Abstand zum einst angrenzenden Erdreich ist der bereits zurückgelegte Weg deutlich erkennbar.


Um ca. 21:05 Uhr ist bereits ein Großteil des Weges zurückgelegt.


Trotz des gewaltigen Bauwerks erfolgt die Verschiebung unter höchster Präzision und mit nur geringen Toleranzen, insbesondere in den Bereichen der Rückverankerungen des Baugruben-Verbau, in denen nur wenige Zentimeter Platz zur Verfügung stehen.


Gegen 21:30 Uhr, also nach nur knapp 45 Minuten, hat die neue Bahnüberführung ihren endgültigen Standort erreicht, so dass die unter hohem Zeitdruck stehenden Erd- und Gleisbauarbeiten folgen können, um die Freigabe der Bahnstrecke Termingerecht am Montagabend einhalten zu können.

 Markus Kreis