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Gegenbesuch im Erzgebirge

 
Vom 30. Juni 2013
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Gegenbesuch der Oestricher Wehr bei ihrer Partnerfeuerwehr in Großrückerswalde

Nach dem Besuch unserer Partnerfeuerwehr am 11.Mai 2013 stand nun unserer Gegenbesuch in Großrückerswalde an. Von Freitag 28. Juni bis Sonntag 30. Juni 2013 besuchten 10 Kameradinnen und Kameraden "unsere" Erzgebirgsler in Sachsen. Nach der Anreise am Freitag morgen stand der kulturelle Teil im Vordergrund. Die Wehrkirche wurde besichtigt.



Die Wehrkirche zu Großrückerswalde gehört zu den vier noch erhaltenen Wehrkirchen des Erzgebirges. Die anderen drei befinden sich in Mittelsaida, Dörnthal, Lauterbach. Eigentlich ist die Bezeichnung Wehrkirche irreführend. Sie müsste Wehrgangkirche heißen. Die Wehrkirche hat einen erweiterten Dachboden. Sieben baumlange Balken grenzen den Dachboden wehrhaft nach außen ab. In die Balken sind Schießschlitze eingearbeitet. Man verteidigte sich mit Armbrust, Pfeil und Bogen.

Am Samstag morgen wurde das Sächsisches Brauereimuseum in Rechenberg besucht. Neben einer gelungenen und sehr ausführlichen Besichtigung mit anschließender Bierverkostung wurde im Schalander zu Mittag gegessen.
Wer sich nun fragt, was wohl ein Schalander ist, lernt dies bei der Führung: denn es handelt sich um den Raum, in welchem sich die Brauer früher umzogen; heute bezeichnet man damit der Schankraum.
Der Rest des Tages wurde mit den Kameraden beim Tag der offenen Tür der Großrückerswalder Wehr gefeiert.

Am Sonntag stand die Titelverteidigung des Bürgermeisterpokals an. Vier Disziplinen mussten von den teilnehmenden Team in rekordverdächtiger Zeit bewältigt werden:
1. Makkaronis mit einer im Mund gehaltenen Spaghetti auffädeln, ohne Hände versteht sich.
2. Eine brennende Kerze mit einer Wasserspritzpistole löschen.
3. B-Schlauch kuppeln.
4. Sandsäcke füllen.

Wer jetzt glaubt, Sandsäcke füllen müssten wir ja von unserem letzten Hochwasser noch können, wurde von der übermächtigen "Konkurrenz" aus Sachsen und der Tschechische Republik eines besseren belehrt. Die zwei Teams aus Oestrich konnten dieses Jahr nur die Plätze 4 und 5 belegen. Platz eins ging an das Team "Lange Schläuche Doppel-D", Platz zwei mit nur 33 Hundertstel Sekunden Rückstand an das Team aus der Tschechische Republik. Der knappe zeitliche Unterschied lässt erahnen, wie ehrgeizig die Teams bei der Sache waren. Platz drei ging an die Jugendfeuerwehr von Großrückerswalde.
  
Böse Zungen behaupteten dann doch glatt, wir Oestricher hätten nicht gewinnen können, denn wer bis zum Sonnenaufgang feiert, hat beim Wettkampf ein leichtes Handikap. Stimmt nicht! Wir hatten den meisten Spass. Und nur das zählt. Bei der anschließenden Siegesfeier waren dann alle Teams ein Team und es gab keine Sieger und Verlierer mehr. Der kameradschaftliche Gedanke der Feuerwehren siegte.

Damit endete ein überaus gelungenes Wochenende im Erzgebirge.

Peter Graf